Johannes Vetter © dpa Foto: Michael Kappeler

09:40 min | 08.08.2018 | Das Erste

Speerwurf: DLV-Trio erreicht Finale

Für Andreas Hofmann und Johannes Vetter war nur ein Versuch nötig, um sich fürs Speerwurf-Finale zu qualifizieren. Thomas Röhler machte es dagegen spannend - er brauchte drei Anläufe.

Leichtathletik

Deutsches Speerwurf-Trio im Finale

Pflichtaufgabe erledigt: Die Speerwerfer Johannes Vetter, Andreas Hofmann und Thomas Röhler haben bei der Leichtathletik-EM in Berlin das Finale erreicht. Röhler machte es dabei allerdings spannend.

Johannes Vetter unterstrich am Mittwoch (8.8.2018) in der Qualifikation mit 87,39 m seine Goldambitionen. "Es war ein schöner Versuch, ein entspannter Versuch. Das stimmt mich sehr zufrieden", sagte der Weltmeister, der im Vorfeld verletzungsbedingt wochenlang hatte pausieren müssen.

Der deutsche Meister Andreas Hofmann, mit 92,06 m aktuelle Nummer zwei der Welt, kam gleich mit seinem ersten Wurf auf 82,36 m und überbot damit die geforderte Weite von 82 m. "Die Anlage ist top, ich bin sehr zufrieden", sagte Hofmann. "Morgen gibt jeder sein Bestes, im Finale ist auch starke internationale Konkurrenz - die anderen können auch Speerwerfen", meinte der 26 Jahre alte Mannheimer.

Thomas Röhler tat sich dagegen zunächst schwer. Mit 85,47 m im dritten Versuch schaffte er aber noch die zweitbeste Weite der Qualifikation nach Vetter und damit den Einzug in das Finale. "Ich war technisch in allen Würfen stabil und war mir zu 99 Prozent sicher, dass es klappt. Vielleicht auch zu 100 Prozent", sagte der Olympiasieger.

Speerwurf-Finale am Donnerstag

Am Donnerstag (20.22 Uhr) wirft das starke Trio damit um Edelmetall mit und könnte sogar den kompletten Medaillensatz holen. Die deutschen Hoffnungsträger belegen in der Jahres-Weltbestenliste die Plätze eins bis drei. "Uns Deutsche gilt es zu schlagen", sagte Vetter. Das bislang letzte EM-Gold für einen deutschen Speerwerfer gab es 1986 in Stuttgart durch Klaus Tafelmeier.

Jungfleisch und Onnen im Hochsprung-Finale

Bei den Hochspringerinnen kämpft Marie-Laurence Jungfleisch um eine Medaille. Die 27-Jährige Stuttgarterin übersprang in der Qualifikation im ersten Versuch 1,90 m und buchte damit ihren Platz im Finale am Freitag (19.20 Uhr). Imke Onnen (Hannover), die 1,90 im zweiten Anlauf meisterte, qualifizierte sich ebenfalls für den Endkampf.

Lobe zieht ins Hürden-Halbfinale ein

Über 100 m Hürden waren die favorisierten Pamela Dutkiewicz und Cindy Roleder wie auch die beiden Weißrussinnen Alina Talaj und Elwira Herman schon für das Halbfinale gesetzt. Ricarda Lobe gewann ihren Vorlauf souverän und lief in 13,03 Sekunden sicher ins Halbfinale.

Franziska Hofmann komplettierte das deutsche Quartett nicht. Der fünfte Platz in 13,23 Sekunden war zu wenig. Schnellste Frau der Vorläufe war die Französin Solene Ndama in 12,88 Sekunden.

Kein deutscher Sprinter im 200-m-Finale

Robin Erewa © dpa-Bildfunk Foto: Sven Hoppe

Der deutsche Meister Robin Erewa schied wie die anderen DLV-Sprinter im Halbfinale aus.

Die deutschen Sprinter sind im Halbfinale über 200 m geschlossen ausgeschieden. Der deutsche Meister Robin Erewa (Wattenscheid/20,79), der deutsche Jahresschnellste Aleixo Platini Menga (Leverkusen/20,83) und Steven Müller (Friedberg/20,76) schafften den Sprung ins Finale am Donnerstag (21:05 Uhr) nicht. Keine Blöße gaben sich Weltmeister Ramil Guliyev (Türkei/20,33) und Titelverteidiger Bruno Hortelano (Spanien/20,29). Schnellster war der Schweizer Alex Wilson in 20,16 Sekunden.

Ergebnisse

Leichtathletik, 200 m, Männer, Halbfinale 1

1. Q Flagge Frankreich FRA Christophe Lemaitre
2. Q Flagge Ukraine UKR Sergej Smelyk
3. Q Flagge Italien ITA Diego Marani
4. q Flagge Aserbaidschan AZE Ramil Guliyev
5. Flagge Großbritannien GBR James Ellington
7. Flagge Deutschland GER Robin Erewa

Leichtathletik, 200 m, Männer, 2. Halbfinale

1. Q Flagge Spanien ESP Bruno Hortelano
2. Q Flagge Italien ITA Eseosa Desalu
3. q Flagge Großbritannien GBR Adam Gemili
4. Flagge Frankreich FRA Mickael-Meba Zeze
5. Flagge Niederlande NED Churandy Martina
8. Flagge Deutschland GER Robin Erewa

Leichtathletik, 200 m, Männer, 3. Halbfinale

1. Q Flagge Spanien ESP Bruno Hortelano
2. Q Flagge Niederlande NED Solomon Bockarie
3. q Flagge Großbritannien GBR Nethaneel Mitchell-Blake
4. Flagge Griechenland GRE Lykourgos-Stefanos Tsakonas
5. Flagge Ukraine UKR Sergii Smelyk
7. Flagge Deutschland GER Robin Erewa

Eckhardt und Gierisch locker im Dreisprung-Finale

Die Qualifkationsweite für das Dreisprung-Finale waren 14,05 m. Neele Eckhardt meisterte die Weite problemlos und legte in ihrem ersten Versuch mit 14,33 m eine Saisonbestleistung hin. Mit ihrem zweiten Sprung schaffte auch Kristin Gierisch die Qualifikation. 14,31 m reichten für den Endkampf am Freitagabend (20:07 Uhr).

Jessie Maduka sprang mit 13,94 m zwar nur einen Zentimeter kürzer als bei ihrer persönlichen Bestleistung - die Weite reichte trotzdem nicht. Auch die Titelverteidigerin Patricia Mamona aus Portugal scheiterte mit 13,92 m im Vorkampf.

Die Griechin Paraskevi Papachristou mit 14,49 m und die Spanierin Ana Peleteiro mit 14,27 m schafften die Qualifikation ebenfalls. Hanna Minenko aus Israel sprang 14,41 m weit, Französin Rouguy Diallo 14,31 m.

Ergebnisse

Leichtathletik, Dreisprung, Frauen, Finale

Gold Flagge Griechenland GRE Paraskewi Papachristou
Silber Flagge Deutschland GER Kristin Gierisch
Bronze Flagge Spanien ESP Ana Peleteiro
4. Flagge Rumänien ROU Elena Panturoiu
5. Flagge Israel ISR Hanna Minenko
10. Flagge Deutschland GER Neele Eckhardt

Gonska nicht im Halbfinale über 400 m

Über 400 m wurde Nadine Gonska in ihrem Vorlauf in 52,54 Sekunden nur Fünfte und musste für das Halbfinale auf die Zeit hoffen. Das tat sie am Ende vergeblich, denn zu viele andere Athletinnen waren schneller als sie - darunter Tetjana Melnik aus der Ukraine, die nur eine Zehntelsekunde weniger auf der Uhr hatte.

Laviai Nielsen aus Großbritannien zeigte in den Vorläufen mit 51,67 Sekunden die beste Leistung.

Ergebnisse

Leichtathletik, 400 m, Frauen, 2. Vorlauf

1. Q Flagge Belgien BEL Cynthia Bolingo
2. Q Flagge Frankreich FRA Floria Guei
3. q Flagge Rumänien ROU Bianca Razor
4. q Flagge Serbien SRB Tamara Salaski
5. Flagge Deutschland GER Nadine Gonska

Zwei von drei deutschen Läufern im Finale über 1500 m

Mit Homiyu Tesfaye in 3:49,28 Minuten im ersten Vorlauf und Timo Benitz in 3:41,01 Minuten im zweiten Vorlauf erreichten zwei deutsche Läufer das Finale über 1500 m. Marius Probst gelang mit 3:42,37 Minuten nur der achte Platz im dritten Vorlauf und schied aus.

Ergebnisse

Leichtathletik, 1500 m, Männer, Finale

Gold Flagge Norwegen NOR Jakob Ingebrigtsen
Silber Flagge Polen POL Marcin Lewandowski
Bronze Flagge Großbritannien GBR Jake Wightman
4. Flagge Norwegen NOR Henrik Ingebrigtsen
5. Flagge Großbritannien GBR Charlie Grice
7. Flagge Deutschland GER Timo Benitz
13. Flagge Deutschland GER Homiyu Tesfaye

Halbfinal-Aus für Schneider über 400 m

Der deutsche Vizemeister Patrick Schneider (Fürth) verpasste das Finale über 400 m klar. Der 25-Jährige lief in seinem Halbfinale in 46,58 Sekunden als Letzter ins Ziel.  Schneider hätte unter die besten Zwei seines Rennens kommen oder zu den zwei weiteren Zeitbesten aller Läufe gehören müssen, um sich für die Medaillenentscheidung am Freitagabend (21:05 Uhr) zu qualifizieren. Schnellster in der Vorschlussrunde war am Mittwoch der Brite Matthew Hudson-Smith mit 44,76. Auch Norwegens Hürden-Weltmeister Karsten Warholm (44,91) steht im Endlauf. Der deutsche Meister Johannes Trefz (München) war bereits im Vorlauf gescheitert. Fabian Dammermann (Osnabrück) läuft nur in der 4x400-m-Staffel.

Ergebnisse

Leichtathletik, 400 m, Männer, 1. Halbfinale

1. Q Flagge Großbritannien GBR Matthew Hudson-Smith
2. Q Flagge Belgien BEL Jonathan Borlée
3. q Flagge Portugal POR Ricardo Dos Santos
4. Flagge Italien ITA Matteo Galvan
5. Flagge Großbritannien GBR Dwayne Cowan

Hering zu langsam fürs Medaillen-Rennen

Christina Hering © imago/Matthias Koch Foto: Michael Hundt / Matthias Koch

Christina Hering muss weiter auf ihr erstes großes Finale warten.

Für die deutsche Meisterin Christina Hering zerplatzte der Traum vom ersten großen internationalen Finalrennen im Halbfinale: Die 23-Jährige aus München wurde in ihrem Lauf in 2:04,04 Min. nur Siebte - in dieser Saison ist sie bereits 2:00,48 Min. gelaufen. Die schnellste Zeit in den Halbfinals lieferte die Französin Renelle Lamote in 1:59,44 Min. ab.

Ergebnisse

Leichtathletik, 800 m, Frauen, 1. Halbfinale

1. Q Flagge Ukraine UKR Natalija Pryschtschepa
2. Q Flagge Großbritannien GBR Lynsey Sharp
3. Q Flagge Schweiz SUI Selina Büchel
4. Flagge Polen POL Angelika Cichocka
5. q Flagge Schweden SWE Lovisa Lindh
6. Flagge Deutschland GER Christina Hering

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | European Championships 2018 | 08.08.2018 | 09:00 Uhr

Stand: 08.08.18 20:45 Uhr