IAAF-Präsident Sebastian Coe © picture alliance / dpa Foto: Lisi Niesner

Leichtathletik

Russlands Leichtathletik-Verband bleibt gesperrt

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hält die Sperre des russischen Verbandes RUSAF im Zuge des Staatsdopingskandals aufrecht. Damit können bei der EM in Berlin nur die russischen Athleten unter neutraler Flagge starten, die nachweisen können, nicht Teil des russischen Dopingsystems zu sein beziehungsweise gewesen zu sein.

Das IAAF-Council fasste in der vergangenen Woche auf seiner Sitzung in Buenos Aires einen entsprechenden Beschluss. "Es wurden in einigen Schlüsselpunkten Fortschritte gemacht, aber es sind noch einige Lücken zu schließen", sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe, "wir haben Änderungen bewirkt, sie sind auch sichtbar. Aber wir waren noch nicht an dem Punkt, an dem alle Kriterien erfüllt wurden." Deshalb, so Rune Andersen, Chef der für den Fall Russland zuständigen IAAF-Taskforce, "hat das IAAF-Council einstimmig beschlossen, dass die RUSAF zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder den alten Status erhält".

RUSAF muss drei Forderungen erfüllen

Die IAAF setzt damit ihren harten Kurs gegenüber Russland fort. Der Weltverband lässt seit den Olympischen Spielen 2016 in Rio nur die russischen Athleten starten, die nicht Teil des Systems waren. Rune Andersen räumte allerdings ein, dass ein "großes Engagement" in Russland zu erkennen sei. "In manchen Fällen haben sie mehr gemacht als gefordert", sagte der Norweger. Aber weitere Fortschritte seien notwendig, bevor die RUSAF wieder aufgenommen werden könne.

Dafür müssten drei Forderungen erfüllt werden. Der russische Verband müsse die Kosten tragen, die die IAAF zu stemmen habe, wie etwa für die Installierung einer Taskforce. Zudem sei es zwingend notwendig, dass die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA wieder von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) aufgenommen werde. Darüber hinaus müssten die russischen Behörden die Dopingtests der Jahre 2011 bis 2015 zugänglich machen.

Mehr als 200 Bewerbungen von russischen Athleten

Für die EM in Berlin wurden laut IAAF mehr als 200 Bewerbungen von russischen Aktiven gestellt, die als "neutraler Athlet" an den Start gehen wollen. 74 Anträge wurden bewilligt, 68 abgelehnt und fünf Sportlern erkannte die IAAF den Status als neutraler Athlet ab. Zudem seien einige Anträge zurückgezogen oder nach dem Ende der Frist gestellt worden.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | FIFA Frauen WM 2019 | 04.08.2018 | 10:00 Uhr

Stand: 29.07.18 12:15 Uhr

Medaillenspiegel

Aktueller Medaillenspiegel
Platz Land G S B
1. Flagge Russland RUS 31 19 16
2. Flagge Großbritannien GBR 26 26 22
3. Flagge Italien ITA 15 17 28
4. Flagge Niederlande NED 15 15 13
5. Flagge Deutschland GER 13 17 23
6. Flagge Frankreich FRA 13 14 15
7. Flagge Polen POL 9 6 6
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