Weinstein fährt ins Ziel.

02:38 min | 06.08.2018 | Das Erste

Gold-Fahrer Weinstein und das perfekte Rennen

Er war schon so oft nah dran - jetzt hat er es endlich geschafft: In der Einerverfolgung über 4000 m gabs Gold für Domenic Weinstein.

Radsport Bahn

Weinstein holt Gold in der Einerverfolgung

Domenic Weinstein hat für die nächste Medaille der deutschen Bahnradfahrer gesorgt. In der 4000-m-Einerverfolgung fuhr er in souveräner Manier zu Gold. Miriam Welte landete indes auf dem undankbaren vierten Rang.

Weinstein war mit einer deutschen Rekordzeit von 4:13,073 Min. ins Finale um Gold eingezogen. Dort ließ er dem Portugiesen Ivo Oliveira mit einer Zeit von 4:13,363 Min. keine Chance. Weinstein hatte im Ziel knapp zwei Sekunden Vorsprung.

Weinstein sprich von "Befreiungsschlag"

"Die Zeit war megastark und ist sehr hoch zu bewerten. Jetzt hat er endlich seinen ersten Männer-Titel", sagte Bundestrainer Sven Meyer zur Leistung des EM-Dritten von 2017. Bei der WM 2016 war Weinstein auf Rang zwei gefahren.

"Ich war die Stunde vor dem Rennen sehr angespannt. Dieses Ergebnis ist ein Befreiungsschlag", freute sich Weinstein nach seinem Triumph. Im ARD-Hörfunk sagte er: "Es war ein richtig geiler Tag. Das ganze Team hat geile Arbeit geleistet und das hat sich einfach ausgezahlt. Zwei Runden vor Schluss habe ich mich zum ersten Mal getraut rüberzuspicken. Da habe ich im Augenwinkel gesehen, dass er ein Stück hinten dran ist. Dann wollte ich nur noch den Zielstrich überqueren. Als ich gesehen habe, dass ich vorne bin, das war der Hammer."

Bronze ging an Claudio Imhof aus der Schweiz. Leon Rohde aus Wedel fuhr als Achter in 4:17,878 Min. an den Finals vorbei.

Ergebnisse

Radsport Bahn, Einerverfolgung (4000 m), Männer, Finale

1. Flagge Deutschland GER Domenic Weinstein
2. Flagge Portugal POR Ivo Emanuel Oliveira

Welte unterliegt im kleinen Finale

Miriam Welte unterlag indes im Sprint-Halbfinale der Russin Anastasia Woinowa mit 0:2. Im Kampf um Platz drei und die Bronzemedaille traf die 31-jährige Welte dann auf die 13 Jahre jüngere Mathilde Gros - und unterlag ebenfalls mit 0:2. Für die Pfälzerin blieb damit nur der undankbare vierte Platz. Europameisterin wurde die Russin Daria Schmelewa vor ihrer Landsfrau Woinowa.

Miriam Welte und die Französin Mathilde Gros.

05:41 min | 05.08.2018 | Das Erste

Sprinterin Welte muss sich mit Platz vier begnügen

Miriam Welte hat eine weitere Bahnrad-Medaille in Glasgow verpasst. Im kleinen Finale unterlag sie der Französin Mathilde Gros. Trotzdem wird die Polizeioberkommissarin zufrieden sein.

Bereits acht Medaillen für die Radfahrer

Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat nun bereits acht EM-Medaillen in Glasgow auf der Habenseite: Am Freitag gab es dreimal Bronze - in der Mannschaftsverfolgung der Frauen sowie im Teamsprint der Männer und Frauen. Am Samstag fuhr Lisa Brennauer in der Einerverfolgung zu Gold und Joachim Eilers im Zeitfahren über 1000 m zu Silber. Ebenfalls Platz zwei sicherte sich Anna Knauer aus dem bayerischen Weißenburg im Ausscheidungsfahren. Am Sonntag holten Brennauer noch Bronze im Straßenrennen und schließlich Weinstein die Goldmedaille.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | European Championships 2018 | 06.08.2018 | 10:30 Uhr

Stand: 05.08.18 22:04 Uhr