Die beiden deutschen Bahnradfahrer Roger Kluge und Theo Rheinhardt (r.) im EM-Finale. © dpa picture alliance Foto: Darko Bandic

Radsport Bahn

Kluge, Reinhardt und Bötticher sichern sich Silber

Die Bahnradfahrer Roger Kluge und Theo Reinhardt haben bei der EM in Glasgow die Silbermedaille im Madison gewonnen. Stefan Bötticher holte sich im Sprint den zweiten Platz. Miriam Welte gewann Bronze.

Alles gegeben und beinahe ganz oben auf dem Treppchen gelandet: Für die beiden Bahnrad-Weltmeister Roger Kluge und Theo Reinhardt hat es im Finale im Sir Chris Hoy Velodrome in Glasgow am Montag (6.8.2018) zur Silbermedaille im Madison gereicht, einem Zweier-Mannschaftsfahren über 50 Kilometer. Das Team aus Belgien hatte schon am Anfang des Rennens einen kleinen Vorsprung herausgefahren und diesen bis ins Ziel verteidigt. Auf dem dritten Rang landete das am Ende stark aufkommende Duo aus Großbritannien.

"Der Druck war groß für uns", sagte Reinhardt im Ersten. "Die frühe Attacke der Belgier war ein guter Schachzug, aber unter diesen Umständen bin ich super zufrieden", ergänzte der 27-Jährige. Damit haben Kluge und Reinhardt die Erfolgsserie der deutschen Bahnradsportler fortgesetzt und bereits die achte Medaille für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) geholt.

Ergebnisse

Radsport Bahn, Madison, Männer, Finale

Gold Flagge Belgien BEL Robbe Ghys / Kenny De Ketele
Silber Flagge Deutschland GER Theo Reinhardt / Roger Kluge
Bronze Flagge Großbritannien GBR Oliver Wood / Ethan Hayter
4. Flagge Spanien ESP Albert Torres Barcelo / Sebastian Mora Vedri
5. Flagge Frankreich FRA Morgan Kneisky / Benjamin Thomas

Bötticher unterliegt dem Niederländer Hoogland

Stefan Bötticher hatte im Sprint-Finale keine Chance. Der Niederländer Jeffrey Hoogland war in beiden Rennen der überlegene Fahrer und sicherte sich verdient den EM-Titel. Doch schlechte Laune musste dem zweimaligen Weltmeister von 2013 diese Niederlage trotzdem nicht bereiten. Bötticher war zweieinhalb Jahre verletzt und hat nun ein beeindruckendes Comeback in der Weltspitze mit der Silbermedaille gegeben.

Nach der schnellsten Qualifikationszeit aller 29 Fahrer hatte sich Bötticher in der Runde der letzten Vier gegen den starken Briten Jack Carlin in drei Durchgängen durchgesetzt.

Miriam Welte knapp geschlagen

Miriam Welte © picture alliance / Augenklick/Roth Foto: ROTH/AUGENKLICK

Miriam Welte zeigte eine deutliche Leistungssteigerung.

Nachdem Miriam Welte in der Qualifikation "nur" eine 34,155 gefahren war und damit 0,8 Sekunden über ihrer Zeit bei den Weltmeisterschaften im Frühjahr lag, konnte sie sich im 500-Meter-Zeitfahr-Finale deutlich steigern. 33,60 Sekunden zeigte die Anzeigetafel nach ihrem Finallauf an, was am Ende Platz drei für die 31 Jahre alte Titelverteidigerin bedeutete. Nur Olena Starikowa (33,593 Sek.) und Daria Schmelewa (33,285 Sek.) waren an diesem Tag noch ein wenig schneller.

"Meine Beine waren nach den Rennen in den vergangenen Tagen etwas müde, das waren sehr harte Tage. Deshalb bin ich sehr, sehr froh darüber, dass ich die Medaille noch holen und mich gegenüber heute Morgen noch einmal deutlich steigern konnte", sagte die deutsche Fahrerin. Es war Weltes zweite EM-Medaille in Glasgow nach Bronze im Teamsprint. Im Sprint war sie tags zuvor Vierte geworden.

Ergebnisse

Radsport Bahn, 500 m Zeitfahren, Frauen, Finale

Gold Flagge Russland RUS Daria Schmelewa
Silber Flagge Ukraine UKR Olena Starikowa
Bronze Flagge Deutschland GER Miriam Welte
4. Flagge Niederlande NED Kyra Lamberink
5. Flagge Polen POL Urszula Los

Knauer ohne Chance auf Medaille

Anna Knauer hatte im Omnium-Wettbewerb - einem Mehrkampf aus vier Teildisziplinen - keine Chance auf eine Medaille in der Gesamtwertung und belegte einen enttäuschenden elften Platz.

Im abschließenden Punktefahren tauchte Knauer allenfalls mal im Hauptfeld auf, holte null Punkte. Das Tempo war insgesamt zu hoch für die 23-Jährige. Im Ausscheidungsfahren fuhr Knauer immerhin noch auf Platz neun vor. Im Temporennen hatte sie aber zuvor bereits null Punkte geholt. Im ersten Wettbewerb Scratch war es Platz fünf.

Weltmeisterin Kirsten Wild aus den Niederlanden jubelte schon vor der Zieldurchfahrt über Gold, Silber ging an die Britin Katie Archibald und Bronze an die Italienerin Letizia Paternoster.

Ergebnisse

Radsport Bahn, Omnium, Frauen, Punkterennen

1. Flagge Niederlande NED Kirsten Wild
2. Flagge Großbritannien GBR Katie Archibald
3. Flagge Russland RUS Ewgenia Augustinas
4. Flagge Portugal POR Maria Martins
5. Flagge Schweiz SUI Andrea Waldis
17. Flagge Deutschland GER Anna Knauer

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | European Championships 2018 | 06.08.2018 | 10:30 Uhr

Stand: 06.08.18 18:04 Uhr

Medaillenspiegel

Aktueller Medaillenspiegel
Platz Land G S B
1. Flagge Russland RUS 31 19 16
2. Flagge Großbritannien GBR 26 26 22
3. Flagge Italien ITA 15 17 28
4. Flagge Niederlande NED 15 15 13
5. Flagge Deutschland GER 13 17 23
6. Flagge Frankreich FRA 13 14 15
7. Flagge Polen POL 9 6 6
Stand nach 187 von 187 Entscheidungen.

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