Ruderer Lars Wichert

02:57 min | 05.08.2018 | Das Erste

Leichter Einer: Wichert geht die Luft aus

Wie bitter: Ruderer Lars Wichert hat im EM-Finale im Leichten Einer Edelmetall knapp verpasst. Der Hamburger wurde auf den letzten 300 Metern noch vom Briten Samuel Mottram abgefangen.

Rudern

Lars Wichert verpasst Medaillenpodest knapp

Der deutsche Ruderer Lars Wichert hat eine EM-Medaille im Leichten Einer nur um gut drei Sekunden verpasst. Der Brite Samuel Mottram überholte ihn auf den letzten 300 Metern des Rennens. Zuvor hatten zwei DRV-Boote zumindest Erfolge in B-Finals feiern können.

Im Strathclyde Country Park war Lars Wichert aus Hamburg am Sonntag (5.8.2018) mit Medaillenambitionen ins Rennen gegangen. Und die unterstrich er auch auf einem Großteil der 2000 Meter langen Strecke: Bis zur 1500-m-Marke ruderte Wichert hinter dem Schweizer Michael Schmid und Martino Goretti aus Italien an dritter Position. Doch am Ende reichten die Kräfte des 31-Jährigen nicht mehr aus, um Samuel Mottram in Schach halten zu können. Der Brite fuhr nach 6:57,18 Min. über die Ziellinie, Wichert folgte nach 7:00,21 Min. Erst vor zwei Monaten hatte Wichert bei einem Radunfall einen Schädelbruch erlitten - dass er überhaupt bei der EM an den Start gehen konnte, grenzt an ein kleines Wunder.

Ergebnisse

Rudern, Leichter Einer, Männer, Finale

Gold Flagge Schweiz SUI Michael Schmid
Silber Flagge Italien ITA Martino Goretti
Bronze Flagge Großbritannien GBR Samuel Mottram
4. Flagge Deutschland GER Lars Wichert
5. Flagge Kroatien CRO Luka Radonic

Für das Ruder-Finale im Leichten Einer der Frauen hatte zuvor Marie-Louise Dräger aus Schwerin ihren Start krankheitsbedingt kurzfristig absagen, wie der Deutsche Ruderverband bekannt gab. Die Luzern-Siegerin hatte sich als Drittplatzierte im Hoffnungslauf einen der sechs Plätze für die Medaillen-Entscheidung gesichert. Schon dort hatte sie nach DRV-Angaben über ein Schwindelgefühl geklagt. Dazu waren nun noch Halsschmerzen und körperliches Unwohlsein gekommen. Im Hinblick auf die WM-Vorbereitung wollten Sportlerin und der Verband kein Risiko eingehen und verzichteten daher auf einen Final-Start.

Ergebnisse

Rudern, Leichter Einer, Frauen, Finale

Gold Flagge Weißrussland BLR Alena Furman
Silber Flagge Frankreich FRA Laura Tarantola
Bronze Flagge Italien ITA Clara Guerra
4. Flagge Polen POL Katarzyna Welna
5. Flagge Schweden SWE Emma Fredh
Flagge Deutschland GER Marie-Louise Dräger

Deutsche Doppelzweier gewinnen B-Finals

Stephan Riemekasten (l.) und Max Appel © picture alliance / empics Foto: Ian Rutherford

Stephan Riemekasten (l.) und Max Appel wurden EM-Siebte im Doppelzweier.

Der letzte Wettkampf-Tag bei den Ruderern hatte aus deutscher Sicht mit zwei Erfolgen begonnen - allerdings nur in B-Finals: Zunächst fuhren Stephan Riemekasten und Max Appel im Doppelzweier in 6:19,27 Min. als erste vor den Niederlanden (6:21,52) und Norwegen (6:23,15) über die Ziellinie - was in der EM-Gesamtwertung nach dem verpassten Finale um die Medaillen Platz sieben bedeutet. Anschließend brachte auch der Leichte Doppelzweier der Frauen mit Leonie Pless und Katrin Thoma einen - wenn auch knappen - Vorsprung ins Ziel: In 7:11,14 Min. verwies das DRV-Duo Irland (7:11,77) auf Rang zwei, Österreich absolvierte die 2000 m in 7:15,63 Min. und wurde in diesem Rennen Dritter. Zurück nach Deutschland geht es für Pless und Thoma also ebenfalls mit dem siebten EM-Rang im Gepäck.

Der DRV hat in Glasgow nur in neun der 18 Klassen Boote ins Rennen geschickt. Viele Top-Ruderer befinden sich bereits im Trainingslager für die WM im bulgarischen Plowdiw vom 9. bis zum 16. September.

Ergebnisse

Rudern, Doppelzweier, Männer, Finale B

1. Flagge Deutschland GER Max Appel / Stephan Riemekasten
2. Flagge Niederlande NED Amos Keijser / Nicolas van Sprang
3. Flagge Norwegen NOR Jan Helvig / Erik Solbakken
4. Flagge Griechenland GRE Christos Stergiakas / Ioannis Kalandaridis
5. Flagge Belgien BEL Pierre De Loof / Ruben Claeys

Rudern, Leichter Doppelzweier, Frauen, Finale B

1. Flagge Deutschland GER Katrin Thoma / Leonie Pless
2. Flagge Irland IRL Denise Walsh / Aoife Casey
3. Flagge Österreich AUT Louisa Altenhuber / Laura Arndorfer
4. Flagge Griechenland GRE Thomais Emmanouilidou / Anastasia Wontsou
5. Flagge Norwegen NOR Maia Lund / Siri Kristiansen

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | FIFA Frauen WM 2019 | 06.08.2018 | 10:30 Uhr

Stand: 05.08.18 12:38 Uhr