Carolin Schäfer

Siebenkämpferin Schäfer will wieder aufs Podest

Sportart: Leichtathletik
Disziplin: Siebenkampf
Land: Deutschland Flagge Deutschland

Steckbrief

geb. am: 05.12.1991
in Bad Wildungen
Größe: 178 cm
Gewicht: 64 kg
Verein: LG Eintracht Frankfurt
Trainer: Jürgen Sammert
Beruf: Polizeikommissarin

Sportliche Eckdaten

Persönliche Bestleistung:
6.836 Punkte (2017)
Größte Erfolge
Olympische Spiele:
5. Platz 2016

Weltmeisterschaften:
Silber 2017

Europameisterschaften:
4. Platz 2014

Hallen-WM:
Bronze 2015 (Hochsprung)

Deutsche Meisterschaften:
Gold 2013

U20-WM:
Gold 2008

U20-EM:
Gold 2009

U18-WM:
Silber 2007


An ihre Leistungen aus dem Vorjahr, als sie Platz fünf in der ewigen deutschen Bestenliste und WM-Silber eroberte, konnte Siebenkämpferin Carolin Schäfer 2018 noch nicht anknüpfen. Doch eine EM-Medaille ist möglich.

Das vergangene Jahr erlebte Carolin Schäfer wie im Rausch: Erst übertraf sie mit ihren 6.836 Zählern von Götzis als erste Deutsche seit Sabine Braun 25 Jahre zuvor die 6.800-Punkte-Marke. Dann erfüllte sich die Olympia-Fünfte bei der WM in London den Traum von der ersten Medaille auf der großen internationalen Bühne. Mit 6.696 Zählern musste sie sich nur der belgischen Olympiasiegerin Nafissatou Thiam (6.784) geschlagen geben. Es war auch ein Erfolg für ihren Trainer Jürgen Sammert, der im WM-Jahr mit gravierenden Herzproblemen zu kämpfen hatte. Aktuell geht es ihm deutlich besser.

Im Blick hat Schäfer seit London auch Brauns deutschen Rekord. Die 6.985 Punkte der zweimaligen Weltmeisterin aus dem Jahr 1992 seien eine "Sphäre, über die man nachdenkt. Es wäre eine Krönung, mit dem deutschen Rekord die Karriere zu beenden", sagte sie.

Carolin Schäfer (r.) und Nafissatou Thiam © dpa - Bildfunk Foto: David J. Phillip/AP/dpa

07:08 min | 10.08.2018 | Das Erste

Schäfer im siebten Siebenkampf-Himmel

Siebenkämpferin Carolin Schäfer gewann bei der WM 2017 Silber und feierte damit den größten Erfolg ihrer Karriere. Momente des Glücks in London.

Verkorkstes Wochenende in Götzis

2018 konnte die 26-Jährige, die in der Vorbereitung "enorm viel mehr trainiert als letztes Jahr", an ihre Form der vergangenen Saison noch nicht anknüpfen. Ende Mai erlebte sie ein verkorkstes Wochenende in Götzis, als sie nach drei ungültigen Versuchen im Kugelstoßen die frühzeitige EM-Qualifikation verpasste, und vergoss bittere Tränen: "Man feiert die Siege, man trauert um die Niederlagen. Aber Niederlagen formen erst einen Top-Athleten. Daran wächst man, das gehört dazu", sagte sie.

Ratingen "ein Fingerzeig Richtung Podest"

In Ratingen überzeugte die Vize-Weltmeisterin dann aber, übertraf im Speerwurf mit 53,69 m ihre bisherige Bestmarke um fast drei Meter. Ein Resultat wohl auch der gemeinsamen Vorbereitung mit Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler. Sie wiederholte mit 6.549 Punkten ihren Vorjahressieg und konstatierte im Anschluss gegenüber "leichtathletik.de": "In Berlin ist hoffentlich noch eine deutliche Steigerung möglich. Die Leistung ist in jedem Fall ein Fingerzeig Richtung Podest in Berlin."

6.600 bis 6.700 Punkte und eine Medaille sind das erklärte Ziel. Welche? Thiam sei eine Klasse für sich, so Schäfer: "Aber sie kann auch patzen. Sie ist auch nur ein Mensch."

Fernziel Tokio 2020

Derzeit plant die Nummer fünf der ewigen deutschen Bestenliste, die als Jugendliche parallel zur Leichtathletik Handball spielte, bis Olympia 2020: "In Tokio habe ich hoffentlich meinen Leistungshöhepunkt." Sie wolle dort den "maximalen Erfolg" abräumen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | European Championships 2018 | 04.08.2018 | 09:55 Uhr

Stand: 31.07.18 18:14 Uhr