Kristin Gierisch

Kristin Gierisch - Dreispringerin im Höhenflug

Sportart: Leichtathletik
Disziplin: Dreisprung

Land: Deutschland Flagge Deutschland

Steckbrief

geb. am: 20.08.1990
in Zwickau
Größe: 178 cm
Gewicht: 59 kg
Verein: LAC Erdgas Chemnitz
Trainer: Harry Marusch
Beruf: Polizeimeisterin

Sportliche Eckdaten

Persönliche Bestleistung:
14,61 m (2019/DR)
Größte Erfolge
Olympische Spiele:
11. Platz 2016

Weltmeisterschaften:
5. Platz 2017
8. Platz 2015

Europameisterschaften:
Silber 2018
8. Platz 2016
9. Platz 2014

Deutsche Meisterschaften:
Gold 2019
Silber 2018
Gold 2017
Silber 2016
Gold 2015
Gold 2014
Silber 2013

Hallen-WM:
Silber 2016

Hallen-EM:
Gold 2017
4. Platz 2015


Dreispringerin Kristin Gierisch ist mit zwei deutschen Rekorden überragend ins WM-Jahr gestartet. Nach EM-Silber im vergangenen Jahr soll nun die erste WM-Medaille im Freien folgen.

Für Kristin Gierisch ist der Dreisprung die "schönste Disziplin der Leichtathletik, meine große Liebe. Das ist ein Gefühl von Fliegen." Derzeit dürfte sie davon mehr denn je kaum genug bekommen, denn die 29-Jährige befindet sich im Höhenflug. Mit zwei deutschen Rekorden startete sie phänomenal ins WM-Jahr. 14,59 m im Februar bei der Hallen-DM - sie steigerte damit den sieben Jahre alten Rekord von Katja Demut unter dem Dach um zwölf Zentimeter - ließ sie Anfang Juni 14,61 m im Freien folgen. Sie sprang damit vier Zentimeter weiter als Demut 2011. "Das bedeutet mir alles", jubelte sie.

Silber bei Heim-EM in Berlin

Schon im vergangenen Jahr hatte sich Gierisch mit Silber bei der Heim-EM in Berlin (14,45 m) den Traum vom ersten internationale Edelmetall im Freien erfüllt, nachdem sie 2016 in der Halle Vize-Weltmeisterin und im Winter darauf Hallen-Europameisterin geworden war. Ohnehin schaffte sie 2017 endgültig den Durchbruch, bei der WM in London wurde sie mit 14,33 m starke Fünfte.

Vermeintliche Verletzungsprobleme überwunden

Nächste Ziele der Olympia-Elften von Rio: die 15-Meter-Marke und eine WM-Medaille im Freien, nachdem ihre vermeintlichen Verletzungsprobleme überwunden sind. Gierisch hatte im Anschluss an den deutschen Rekord im Juni den Eindruck, verletzt zu sein, war es tatsächlich aber nicht: Sie hatte ein Schmerzgedächtnis gebildet, das Probleme vermeldete, obwohl physiologisch alles in Ordnung war. Sie sprang gehemmt, stellte vorübergehend den im Winter erfolgreich veränderten Anlaufrhythmus wieder um - nichts half. Bis Sportpsychologin Tanja Damaske im Gespräch das Schmerzgedächtnis als Ursache identifizierte. Seitdem geht es für die deutsche Meisterin wieder steil bergauf.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | European Championships 2018 | 04.08.2018 | 09:55 Uhr

Stand: 03.09.19 09:52 Uhr