Die Freiwasser-Schwimmerin Leonie Antonia Beck

Leonie Antonia Beck

Sportart: Freiwasser-Schwimmen
Disziplinen: 10 km , 5 km 5 km (Mixed)
Land: Deutschland Flagge Deutschland

Steckbrief

geb. am: 27.05.1997
in Augsburg
Größe: 184 cm
Gewicht: 62 kg
Verein: SV Würzburg 05
Trainer: Stefan Lurz
Beruf: Studentin (Medienkommunikation)

Sportliche Eckdaten

Größte Erfolge
Olympische Spiele:
Teilnahme 800m Freistil

Weltmeisterschaften:
8. Platz 2017 (5 km Team Mixed)
24. Platz 2017 (5 km)
9. Platz 2015 (800 m Freistil)
9. Platz 2015 (1500 m Freistil)
12. Platz 2013 (1.500 m Freistil)

Europameisterschaften:
Silber 2018 (5 km)
Silber 2018 (4 x 1,25 km Staffel)
9. Platz 2018 (10 km)
12. Platz 2014 (1.500 m Freistil)
15. Platz 2014 (800 m Freistil)

Deutsche Meisterschaften:
Silber 2016 (800 m Freistil)
Bronze 2016 (400 m Freistil)
Gold 2015 (800 m Freistil)
Silber 2014 (800 m Freistil)
Bronze 2014 (1.500 m Freistil)
Gold 2013 (1.500 m Freistil)
Silber 2013 (200 m Freistil)
Bronze 2013 (800 m Freistil)

Junioren-EM:
Gold 2016 (5 km Team Mixed)

Jugend-EM:
Gold 2013 (400 m Freistil)
Gold 2013 (800 m Freistil)
Silber 2013 (4x200 m Freistil)
Gold 2012 (1.500 m Freistil)


Die Enttäuschung nach den Olympischen Spielen in Rio war groß. Als Drittlangsamste aller Vorläufe über 800 m Freistil war Leonie Beck sang- und klanglos ausgeschieden. Die Schülerin dachte ans Aufhören - und sattelte dann auf Freiwasserschwimmen um. Keine zwei Jahre später ist die 21-Jährige eine große Medaillenhoffnung für die European Championships.

Nach zwei von fünf Runden machte Leonie Beck ernst. Bei den deutschen Meisterschaften in Mölln zog die Freiwasserschwimmerin vom SV Würzburg 05 auf und davon. Am Ende siegte sie mit fast einer Minute Vorsprung und sicherte sich den Titel über 5 km. "Genau so hatten wir das geplant - ich wollte einfach losschwimmen und das Feld abhängen", freut sich die 21-Jährige. "Die Taktik von Stefan und mir ist voll aufgegangen."

"Fähigkeiten im Becken waren ausgeschöpft"

Die Freiwasser-Schwimmerin Leonie Antonia Beck © NDR Foto: Florian Neuhauss

Nach Olympia wechselte Leonie Beck vom Becken ins Freiwasser.

Stefan, das ist Stefan Lurz - Chefcoach der Würzburger Schwimmer und Bundestrainer in Personalunion. Und die Taktik ist gleich in doppelter Hinsicht aufgegangen. Durch Stefan und seinen Bruder Thomas Lurz hat Beck nämlich das Freiwasserschwimmen überhaupt erst für sich entdeckt. "Ich wollte nicht mehr so hart trainieren, nur um dann Achte oder Neunte zu werden. Meine Fähigkeiten im Becken waren irgendwann ausgeschöpft", berichtet Beck, die sich nach dem Misserfolg 2016 neu orientierte. "Wir haben durch die beiden die Erfahrung im Verein und als ich überlegte, wie es nach Rio weitergeht, habe ich das Freiwasserschwimmen einfach mal ausprobiert."

Grundschnelligkeit hilft im Freiwasser enorm

Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz (M.) mit Schwimmerin Leonie Antonia Beck und ihrem Vater © NDR Foto: Florian Neuhauss

Bundestrainer Stefan Lurz (M.) hat für Glasgow große Ziele.

Doch einfach fiel der Medienkommunikations-Studentin die Umstellung nicht. "Das ist eine ganz andere Sportart", beschreibt Beck. Kämpfen die Schwimmerinnen im Becken jede für sich auf abgegrenzten Bahnen im Chlorwasser, galt es plötzlich, sich immer wieder auf neue Bedingungen einzustellen: Salz- oder Süßwasser, warm oder kalt, Badeanzug oder Neopren, Wellen, Positionskämpfe und so weiter.

"Viele Beckenschwimmer probieren das Freiwasser mal aus, geben aber schnell wieder auf", weiß Stefan Lurz. "Aber Leonie war kämpferisch, sehr fleißig und hat auch international schon angeklopft." Schon vor den deutschen Meisterschaften hatte die gebürtige Augsburgerin die Qualifikation über 10 km in der Tasche, nach ihrer herausragenden Leistung in Mölln startet sie nun auch über die 5 km. Durch ihre über lange Jahre im Becken antrainierte Grundschnelligkeit ist Beck in der Mixed-Staffel (4x1,25 km) für Glasgow ohnehin gesetzt.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | European Championships 2018 | 04.08.2018 | 09:55 Uhr

Stand: 11.08.18 17:10 Uhr