Weitspringerin Sosthene Taroum Moguenara.

Sosthene Moguenara

Sportart: Leichtathletik
Disziplin: Weitsprung
Land: Deutschland Flagge Deutschland

Steckbrief

geb. am: 17.10.1989
in Sarh (Tschad)
Größe: 176 cm
Gewicht: 65 kg
Verein: TV Wattenscheid 01
Trainer: Ulrich Knapp
Beruf: Sportsoldatin

Sportliche Eckdaten

Persönliche Bestleistung:
7,16 m (2016)
Größte Erfolge
Olympische Spiele:
10. Platz 2016

Weltmeisterschaften:
12. Platz 2013

Europameisterschaften:
4. Platz 2012

Deutsche Meisterschaften:
Silber 2015
Silber 2014
Gold 2013
Bronze 2011

Hallen-WM:
Bronze 2018

Hallen-EM:
Silber 2015

U23-EM:
Bronze 2011


Sosthene Moguenara erblickte am 17. Oktober 1989 im Tschad das Licht der Welt. Als Neunjährige wollte sie bei der Schwester ihrer Mutter in Essen zwei Monate verbringen. Die Tante heiratete einen deutschen Mann, wurde ihre Adoptivmutter. Zu ihren leiblichen Eltern hat die Weitspringerin vom TV Wattenscheid regelmäßig Kontakt.

Sosthene Moguenara © picture alliance / dpa Foto: Michael Kappler

EM-Vierte 2012: Sosthene Moguenara.

Zu Beginn ihrer sportlichen Karriere war Moguenara als Sprinterin erfolgreich. Seit 2008 konzentriert sie sich auf den Weitsprung, 2009 gewann sie mit einer Weite von 6,54 m überraschend erstmals den Titel bei der Hallen-DM in Leipzig. Bei der EM 2012 verfehlte sie mit 6,66 m Bronze nur um einen Zentimeter.

Riesensatz auf 7,16 m

2013 steigerte sich die 28-Jährige auf 7,04 m und verbesserte ihre persönliche Bestweite gleich um 16 Zentimeter. Drei Jahre später sorgte sie für einen Paukenschlag, als sie in Weinheim auf 7,16 m flog. Damit setzte sie sich an die dritte Stelle der ewigen deutschen Bestenliste. Nur die zweimalige Olympiasiegerin Heike Drechsler mit 7,48 m und Helga Radtke (7,21) liegen vor ihr. Moguenara katapultierte sich damit in den Kreis der Favoritinnen für die Olympischen Spiele in Rio, verletzte sich dann allerdings nur einen Tag später bei Werbeaufnahmen für die EM in Berlin am Sprunggelenk. Die EM in Amsterdam musste sie absagen. Zu Olympia kam sie rechtzeitig wieder auf die Beine, doch nach dem langen Ausfall fehlte die Form: Rang zehn mit 6,61 m.

Hallen-WM-Dritte in Birmingham

Ihren größten Erfolg feierte die DM-Sechste von Nürnberg, die mit Stabhochspringer Raphael Holzdeppe liiert ist, in diesem Jahr bei der WM unter dem Dach. Nach einer bis dato Hallensaison zum Vergessen holte sie in Birmingham Bronze und damit ihre zweite internationale Medaille nach Silber bei Hallen-EM 2015.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Sportschau | European Championships 2018 | 04.08.2018 | 09:55 Uhr

Stand: 23.07.18 15:00 Uhr